Pendlererfahrung: Slawomir Karolewicz

Slawomir Karolewicz pendelt regelmäßig von Everswinkel nach Münster ©

Slawomir Karolewicz pendelt regelmäßig von Everswinkel nach Münster

Was Slawomir Karolewicz am Pendeln mit dem Fahrrad besonders schätzt? „Ich kann in Bewegung bleiben und – kaum zu glauben – das Gefühl der Freiheit genießen“. Knappe 35 Kilometer legt der Everswinkler pro Tag zwischen Februar und Oktober mit seinem Rad zurück, wenn er nicht gerade aus dem Homeoffice arbeitet oder den Bus nimmt. Und das bislang ohne Probleme: „Zwei Mal am Tag genießt man ein Stückchen Urlaub, kann vom Büroalltag herunterfahren seine Reisezeit erstaunlich gut einplanen“. Nur, wenn ihn mal ein Auto knapp überholt, fühle er sich ein wenig bedrängt, „das hält sich aber in Grenzen“.

Seine bisherige Pendelstrecke führt mit Start in Everswinkel nördlich an Alverskirchen und Wolbeck vorbei durch Wettendorf und die Berdelheide. Schließlich trifft er hinter Gremmendorf auf die Fahrradstraße Lindberghweg - Lütkenbecker Weg - Schillerstraße und gelangt zügig zu seinem Arbeitsplatz im Zentrum Münsters. Entweder er nutzt dazu sein selbst zusammengebautes Mountainbike, oder er steigt auf sein neu angeschafftes E-Bike um: „Mit diesem sieht die Sache sehr entspannt aus. Ich komme nicht mal mehr ins Schwitzen – bei grob vergleichbarer Fahrzeit“. Letztere liegt in der Regel bei sportlichen 45 Minuten pro Wegstrecke.

Ob er sich etwas für die Radpendler und -pendlerinnen in unserer Region wünscht? „Direkte Fahrradverbindungen zwischen den Ortschaften“, so Karolewicz. Dabei können auch die geplanten Velorouten helfen, deren Ausbau für ihn „gerne schneller“ umgesetzt werden könnte. Doch auch die Arbeitgeber sieht der 58-jährige IT-Fachmann in der Pflicht: „Es braucht Duschmöglichkeiten und überdachte Stellflächen für die Fahrräder. Auch Jobräder können ein Anreiz für den Umstieg vom Auto auf das Rad sein“, erklärt er im Hinblick auf bereits existierende gute und konkurrenzfähige Alternativangebote.

In Slawomirs Familie sind übrigens alle gerne und oft mit dem Fahrrad unterwegs – besonders seit er vor einigen Jahren vom Auto aufs Fahrrad und den Bus umgestiegen ist. „Nachmachen kann ich allen Münsterländerinnen und Münsterländern nur empfehlen!“