Erster Schritt zum Ausbau des Radwegenetzes zwischen Münster und Senden
Baumfällarbeiten für Velorouten-Radweg an der K60 in Senden erfolgreich abgeschlossen
© Kreis Coesfeld
Die Lücke im Radwegenetz der Kreisstraße 60 soll geschlossen werden. Als erster Schritt wurde hierzu Mitte Februar das Baufeld für einen neuen Radweg an der K 60 zwischen der B235 und in etwa der Kreisgrenze zu Münster geräumt. Die Arbeiten dauerten rund zwei Wochen.
Für den Neubau des Radweges war das Roden von Wald- und Heckenflächen sowie von einigen Einzelbäumen auf der östlichen Fahrbahnseite erforderlich. Die Fällung der Bäume und Sträucher wurde mit der unteren Naturschutzbehörde und der unteren Forstbehörde einschließlich der durchzuführenden Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen abgestimmt. Weil in der Nähe der Kreisstraße 60 keine geeigneten Grundstücke zur Verfügung stehen, werden als Ausgleichsmaßnahmen umfangreiche Aufforstungen an anderer Stelle im Sendener Gemeindegebiet vorgenommen sowie in Olfen und Coesfeld Flächen ökologisch aufgewertet.
Die Fällung der Bäume musste aus artenschutzrechtlichen Gründen vor Ende Februar erfolgen und wurde daher im Vorgriff auf die Bauarbeiten ausgeführt. Die weiteren Bauarbeiten für den Neubau des rund 1,8 km langen und 3 m breiten Radweges erfolgen dann ab Sommer 2026.
Der Kreis Coesfeld und die Stadt Münster investieren hier etwa 1,17 Millionen EUR in die Verbesserung der Radwegeinfrastruktur und den Ausbau des Veloroutennetzes. Die Bezirksregierung Münster unterstützt dabei mit einer Förderung aus dem Förderprogramm „Stadt und Land“ in Höhe von ca. 1,05 Millionen EUR. Die Gemeinde Senden beteiligt sich mit rund 110.000 EUR an den Kosten.
Der geplante Radweg an der Kreisstraße 60 ist ein wichtiger Bestandteil der Veloroute Münster - Senden. Mit den Velorouten der Stadtregion Münster soll die Attraktivität des Alltagsradverkehrs zwischen der Stadt Münster und den umliegenden Kommunen verbessert werden, um den Anteil der Pendlerinnen und Pendlern zu erhöhen, die das Fahrrad als umweltfreundliches Verkehrsmittel nutzen.